Goodwood Revival 2013…

Auch 2013 besuchten wir das Goodwood Revival. Nunmehr zum fünften Mal…Wie schon im vergangenen Jahr wählten wir den zuverlässigen Riley für die Reise und nahmen wieder die Stena-Fähre über Nacht von Hoek van Holland nach Harwich. Kurz vor Ankunft in Chichester der Schreck: Wir hatten zwar die Fährkarten sorgfältig eingepackt, jedoch die Eintrittskarten für das Revival daheim liegen lassen. Und nur noch drei Tage Zeit bis zum Beginn…

Doch zunächst zu unserer Unterkunft für die Woche: Da unser bisheriges B&B mit den Jahren immer teurer, jedoch nicht besser geworden war, hatten wir für dieses Mal ein kleines Häuschen angemietet, das wir mit unseren schweizer Freunden Claudio und Catherine-Anne teilten. Wir kamen erst einen Tag nach den beiden an, so dass uns schon ein wohlig vorgeheiztes Zimmer im Haus und ein wunderschönes Alvis TD21 drophead coupe davor erwarteten.

In den kommenden Tagen schauten wir uns erstmals die Umgebung von Chichester an, durch die wir in den vergangenen Jahren so oft gefahren waren, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Vollkommen zu Unrecht… der sommerliche Strand von West Wittering war ein kleiner Urlaub für sich und das riesige Arundel Castle ließ uns träumen, wie schön man dort seine Oldtimer in den Hallen aufstellen könnte. Nach weniger als 24 Stunden hatte UPS tatsächlich auch die Tickets geliefert. 60 gut angelegte Euros…der Urlaub konnte nun wirklich losgehen!

Das Revival selbst empfing uns typisch britisch mit Tee. Leider auch mit mehr als durchwachsenem Wetter, das sich über das Wochenende noch verschlechtern sollte.

Beginnen wir die Rennen mit dem Settrington Cup, bei dem der Nachwuchs auf einer 0.14 Meilen langen Strecke mit Austin J40-Tretautos um den Sieg kämpft. Es versteht sich von selbst, dass auch diese Autos vor dem Rennen gründlich inspiziert werden.

Bei den etwas größeren Fahrzeugen galt unser Hauptinteresse auch dieses Jahr wieder den Tourenwagen beim St. Mary’s Cup. Wieder mal eine schöne Mischung aus kleinen, bissigen Minis und riesigen Ford Galaxies.

Doch auch ein paar noch sportlichere Rennen liessen wir uns nicht entgehen, bis Regen und Wind ihren Tribut forderten und wir das ganze Spektakel lieber auf den Bildschirmen verfolgten.

Neben der statischen Ausstellung auf dem Flugplatz kamen und gingen auch Besucher aus dem In- und Ausland. So wie diese Schweizer Cessna, mit der ich vor 10 Jahren auch schon das Vergnügen hatte (Danke Wilko!). Zusammen mit Tribüne und Großbildleinwand beim Start zum ersten Rennen der St Mary’s Trophy ein typisches Goodwood-Bild.

Auch die Lufthansa war diesmal vertreten, mit der Ju-52 D-CDLH, die tapfer und sonor brummend ihre Rundflüge unter der dichten Wolkendecke absolvierte.

Ein freundlicher Gentleman sprach uns am Abend an, ob wir noch länger blieben – und ehe wir uns versahen, hatten wir seine Zugangsplakette zu den, eigentlich den Mitgliedern des Goodwood Road Racing Clubs vorbehaltenen, Paddocks in der Hand. So ergaben sich unverhofft noch etliche Fotomöglichkeiten.

Am Sonntag beendete ein zum Dauerregen mutierender Schauer unser Revival-Wochenende früher als üblich. Wenigstens blieb so genügend Zeit zum Packen und für einen (halbwegs) frühen Start am Montag, zurück nach Harwich.
Auf dem Weg dorthin besichtigten wir endlich – seit Jahren geplant und nie umgesetzt – das Brooklands-Museum in Weybridge. Ironischerweise ist hier heutzutage die ‚Mercedes-Benz World‘  zuhause, nachdem der Flugplatz im zweiten Weltkrig von den Deutschen bombardiert worden war. Vor dem Krieg befand sich hier eine veritable Rennstrecke, deren Steilkurven noch fragmentarisch erhakten sind. Es wurden auch bis in die 70er Jahre Flugzeuge, unter anderem die Vickers VC-10 sowie Rumpfteile der Concorde in Weybridge gefertigt. Auf der ehemaligen Startbahn finden heute Fahrtrainings statt. Ein gesonderter Bericht über das sehr sehenswerte Brooklands-Museum folgt an dieser Stelle.

Keine 3 Stunden von Brooklands entfernt wartete schon die Stena Hollandica auf uns, die uns über Nacht wieder über die diesmal etwas unruhigere Nordsee bringen sollte. Ab Rotterdam wurde der Heimweg zur Routine, der Riley kennt sich inzwischen auf der Strecke schon alleine aus…und wieder über 2,000 bis auf eine verölte Zündkerze pannenfreie Kilometer mit der alten Lady!

Doch nun endlich zu den Fotos (zum Vergrößern auf die Vorschaubilder klicken)

 

3 Gedanken zu „Goodwood Revival 2013…

  1. Tom

    Klasse Bericht von einem Klasse Event. Die Fotos sind auch in gewohnter (Top)qualität. Eine Überraschung gab es bei den Fotos auch – mein Favorit ist das bunte mit den Strandhäuschen. Weiter so!

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  2. Tom (Admin) Beitragsautor

    Hallo Namensvetter

    Danke Danke… bei den Strandhäuschen hätte ich tatsächlich Stunden verbringen können… ein langer Sandstrand mit Blick bis zum Spinnaker Tower in Portsmouth, kaum Leute, milde Herbstsonne, eine frische Seebrise…. herrlich.
    Wie schauts nächstes Jahr mit Euch in Gutholz aus? Noch gibt es Unterkünfte zu halbwegs vertretbaren Preisen…

    Tom
    P.S.: Falls sich jemand wundern sollte: Nein, ich führe keine Selbstgespräche aus Verzweiflung. Das ist tatsächlich ein anderer Tom 😉

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  3. AnneStrecke

    Klar sind die Strandhäuschen charmant, aber jede Kategorie von Bildern hat ihren eigenen Zauber.
    Die maritimen Szenen, die Rennfotos, die Frauen, die „englischen“ Szenen, Dein eigener, wunderschöner Auto-Schatz, der jede Aufnahme adelt, …
    Die Qualität ist bestechend.

    „Some people have greatness thrust upon them. Very few have excellence thrust upon them.“ 😉

    Anne

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